Geschriebenes
Ohne Schlittschuh und Schellengeläut
Ist der Januar ein böses Heut.
Ohne Fastnachtstanz und Mummenspiel
Ist am Februar nicht viel.
Willst du den März nicht ganz verlieren,
So laß nicht in April dich führen.
Den ersten April mußt überstehn,
Dann kann dir manches Guts geschehn.
Und weiterhin im Mai, wenn’s glückt,
Hat dich wieder ein Mädchen berückt.
Und das beschäftigt dich so sehr,
Zählst Tage, Wochen und Monde nicht mehr.
Johann Wolfgang von Goethe
Du hast mich betrogen, belogen und verletzt.
Mein Herz gebrochen.
Es ist zerbrochen in tausend Scherben.
Du streitest es ab, obwohl alle gegen dich sprechen.
Doch ich kann dich nicht hassen.
Alles was ich spüre ist Enttäuschung.
Enttäuscht von dir.
Das du mich anlügst, wenn doch alles ausweglos erscheint.
Mehr hätte ich erwartet.
Steh dazu.
Steh zu deinen Fehlern.
Es ist nicht schlimm, dass du es getan hast.
Es ist schlimm, dass du nicht dazu stehst.
Erlös mich doch von dem Gefühl nicht zu wissen was war.
Nicht zu wissen was kommt.
Alles ist anders.
Nichts wie zuvor.
Alles was uns verbunden hat hinterlässt nur noch Schmerzen.
Jedes Lied erinnert mich an Momente mit dir.
Zeit das zu ändern.
Das Leben neu zu gestalten.
Denn mein Verstand sagt das ist es nicht wert.
Mein Herz spricht nicht mehr.
Es ist zerbrochen in tausend Scherben.
Zu viele Gedanken, die sich nicht sortieren lassen.
Manche sind gut, manche sind schlecht.
Es sind traurige Erinnerungen, schmerzvolle Erfahrungen, aber auch schöne Momente ohne jeglichen Kummer.
Momente gefüllt mit Glück.
Zu viele Sätze, die ich dir sagen möchte.
Manche voll Liebe, manche voll Hass.
Sätze in denen ich dir gern sagen würde, wie sehr du mich verletzt hast.
Sätze in denen ich dir gern sagen würde, wie sehr ich dich vermisse, trotz jedem Streit und wegen jeder glücklichen Minute.
Sätze in denen ich schreien könnte vor Wut über Dinge die du gesagt hast, über Gesten über die du gemacht hast und Mimiken, die mein Herz vor Schmerz fast stehen ließen.
Sätze in denen ich verzweifelt versuche unter Tränen zu sprechen und wo doch nicht mehr kommt als ein Schluchzer.
Doch es gibt einen Satz, den ich nie sagen wollte, den ich nie hören wollte, der aber doch der letzte Satz bleibt den es zwischen uns gab.
Mach‘s gut.

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Hanns Freiherr von Gumppenberg
"Ein Jahr ist nichts, wenn man's verputzt,
ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.
Ein Jahr ist nichts; wenn man's verflacht;
ein Jahr war viel, wenn man es ganz durchdacht.
Ein Jahr war viel, wenn man es ganz gelebt;
in eigenem Sinn genossen und gestrebt.
Das Jahr war nichts, bei aller Freude tot,
das uns im Innern nicht ein Neues bot.
Das Jahr war viel, in allem Leide reich,
das uns getroffen mit des Geistes Streich.
Ein leeres Jahr war kurz, ein volles lang:
nur nach dem Vollen mißt des Lebens Gang,
ein leeres Jahr ist Wahn, ein volles wahr.
Sei jedem voll dies gute, neue Jahr."
von Theodor Storm (1817-1888)
Von drauss' vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
sah mit grossen Augen das Christkind hervor;
Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
da rief's mich mit heller Stimme an:
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alt' und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder Weihnachten werden!"
Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
wo's eitel gute Kinder hat."
- "Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
essen fromme Kinder gern."
- "Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten."
Christkindlein sprach:" So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"
Von drauss' vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich's hier innen find!
Sind's gute Kind, sind's böse Kind?
von Katja Heimberg
Dunkel bis betrübt, werden die Tage immer kürzer und
schaut der Herbst in goldener Blüte.
Viele Wölkchen zieren rose-bedeckten Himmel.
Engel backen droben schon fleißig Kekse für die baldige Weihnachtszeit.
Hier und dort die ersten Weihnachtsmärkte verkaufen Makronen
und handgeschnitzte Weihnachtspyramiden.
Tiere sind auf Beutezug für den tiefen Winter.
Plitsch...platsch... Nässe erreicht die Fensterscheiben, Vögel genießen die kühlende Dusche,
bevor der eisige Winter sich auf den Weg zu uns macht.
Schnee fällt, alles erblickt die Welt im malerischen Weiß.
Knecht Ruprecht sucht uns alle heim, ob arm, ob reich.
Rote Bäckchen überfallen fröhliche Kinder, lassen Freudentränen entstehen.
Schneezauber überall. Weihnachten kommt bald.
von Anita Menger
Es ist Advent auf uns´rer Welt -
der Lichter Glanz die Stadt erhellt -
wir schmücken bunt das Tannengrün
und rote Weihnachtssterne blüh´n.
Wir backen und sind frohgestimmt -
es riecht nach Anis, Nelken, Zimt -
nach Früchtebrot und Marzipan -
das Selbstgeback´ne kommt gut an.
Denn Naschkätzchen sind niemals weit -
und zum Probieren gern bereit.
Die Kleinen fragen aufgeregt -
was ´s Christkind untern Baum wohl legt?
Die Spannung steigt - wann ist´s soweit?
Nicht schnell genug vergeht die Zeit.
Jedoch viel schneller als man denkt -
die vierte Kerze plötzlich brennt.
Schon bald darauf die Glocke klingt -
„Vom Himmel hoch" man fröhlich singt
und Jesu Christ ist uns ganz nah -
der Heilig Abend ist nun da.
Dichter unbekannt
Hoffnung ist etwas
das wir zum Leben brauchen.
Denn wer könnte
ohne Hoffnung leben?
Ohne die Aussicht, das Vertrauen, die Möglichkeit,
daß etwas kommt
und zwar etwas Wichtiges und
Wesentliches
vielleicht ist Weihnachten
nicht so sehr das Fest der Liebe
sondern der Hoffnung?
von Karin Thießen
Die erste Kerze wird entzündet,
hell erstrahlt ihr warmer Schein.
Von Herz zu Herz in Liebe kündet,
Frieden auf Erden möge es sein.
Diesen Wunsch gar viele hegen,
in besinnlicher Vorweihnachtszeit.
Im Jahreslauf dies auch zu pflegen,
ein Segen - wären alle dazu bereit.
Hoffnungsvoll und mit Zuversicht
daß wir Menschen daran denken.
Schau ich hin ins flackernde Licht,
so sollten wir uns beschenken.
von Karin Thießen
Der Sonne warmer Schein entfachte,
ein Flämmchen zart und unscheinbar,
der Funke der Liebe in mir erwachte,
empfinde das Lodern schon ganz klar.
Am Anfang nur ein leichtes Glimmen,
vom Feuer war noch nichts zu spür'n,
doch in mir regten sich schon Stimmen,
ich fühlte, sie wollten mein Herz berühr'n.
Himmelhochjauchzend das Gefühl?
So flackernd das Feuer scheint?
Zu Tode betrübt – nur ein Spiel?
Haben das die Stimmen gemeint?
Das Herz steht doch in hellen Flammen,
durchströmt von Wärme und vom Licht,
das Liebesfeuer bringt uns zusammen,
ein Leben in Hoffnung und Zuversicht.